Anti-Winter-Blues Curry

Butter bei die Fische (ohne Fisch und Butter natürlich!), denn …

mein Lieblings-Winter-Rezept in diesem Jahr ist VEGAN, LAKTOSEFREI, BALLASTSTOFFREICH, in 30 MINUTEN fertig und an allererster Stelle einfach SAULECKER! 

Andererseits koch’ ich eh nichts, was nicht das Adjekiv saulecker oder wenigstens sehr lecker, köstlich, extrem schmackhaft, zum-Finger-Lecken, mehr davon, unwiderstehlich oder einfach bloß Yummie verdient!

Los geht’s: “Anti-Winter-Blues Curry” weiterlesen

Bombenstimmung!

Pro Gute Laune

Echt jetzt!

Die einen stellen das Rauchen ein, die anderen verzichten unisono auf Zucker, wieder andere kommen morgens nass und zerzaust ins Büro gewankt. Gebeutelt sind sie irgendwie alle.

 

Diese ganzen Vorsätze zum neuen Jahr sorgen für eine Bombenstimmung.

Ich setze mich dann mal in mein grundsolides, trockenes Fliwatüt mit Sitzheizung, schmeiß den Scheiberwischer an, dreh’ die Mucke auf, trällere heim, lausche dort dem anheimelnden Röcheln der Espressomaschine, schmiere mir ein Nutellabrot und fläze mich auf die Couch.

Heimlich.

Text und Foto: © Andrea Steffen

Mit vollem Munde…

Nervennahrung

… spricht man nicht.

Heute im Meeting. Es geht hoch her. Ich saufe Kaffee wie ‘ne Bergziege Wasser und futtere Kekse wie Miss Beukelaer persönlich, um ja den Mund zu halten.

Mit vollem Munde spricht man bekanntlich … nichts aus.

Mein Kollege guckt und fragt: “Sag’ mal, seit wann machst Du noch mal Diät?”

Ich: “Seit morgen.”

© Text und Foto: Andrea Steffen

Veganes Granola mit fünf Fliegen

 

Mixen possible
In Sydney hat es mich gepackt. An der Kehle sozusagen. Mein erstes Granola. Ich hätte mich drin suhlen können. Die Portion war aber zu klein für meine … sagen wir mal Ausmaße.
Fortan konnte ich also ohne Granola nicht mehr leben. Gibt’s ja auch im Supermarkt. Kann man kaufen, muss man aber nicht. Kann man auch selber machen. Fix Tante Google befragt und siehe da, das meiste davon wird eh im heimischen Vorratsschrank gehortet, z.B. Haferflocken, Nüsse, Weizenkleie, Ahornsirup oder Honig, Öl, Sonnenblumenkerne, Rosinen, getrocknete Aprikosen usw. Fliegen übrigens eher so als Begleiterscheinung. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Und seitdem … fantasiere ich. Regelmäßig. Aber nicht nur. Ich mag es ja gerne strukturiert. Und ich plane gerne. Und Ordnung finde ich auch einfach großartig. 

Und da dachte ich mir, Granola geht auch geordnet. Paranüsse zum Beispiel kann man prima sortieren, Cranberries auch; sogar Haferflocken, wenn man Geduld hat. Hab‘ ich nicht, falls sich jetzt jemand Hoffnung macht. Und so hab‘ ich das mal in Einzelteile zerlegt und ziemlich viel Spaß dabei gehabt. 

Die Zutaten

Der Grund für den Titel ist übrigens folgender:

Fliege 1 = saugutes, leckeres, gesundes Granola

Fliege 2 = Vorratsschrank aufgeräumt

Fliege 3 = Küche duftet wie an Weihnachten

Fliege 4 = Spaß gehabt an diesem Miniprojekt

Fliege 5 = Ernährungsgewissen beruhigt 

 Und wer jetzt Bock hat es nachzumachen. So einfach geht’s: 

Ab damit aufs Blech

 

  • 200 g Haferflocken
  •  30 g Kokosflocken
  •  20 g Haselnüsse
  •  50 g Paranüsse
  •   5 g Kürbiskerne
    (Tüte fast leer)
  •  10 g Sonnenblumenkerne
  •  17 g Weizenkleie
    (war dann auch alle)
  • Trocken aufbewahren

    2 EL Ahornsirup

  •   1 EL Rapsöl
  •  50 g getrocknete Cranberries
  •  30 g Sultaninen 

Nüsse hacken, alles außer den Trockenfrüchten mischen, auf ein Backblech streichen, bei 150°C Umluft im Backofen ca. 45 min braun rösten, mehrmals dabei wenden. Schon mal Kaffee trinken oder einen Hugo. Anschließend Trockenfrüchte nach dem Erkalten untermischen. Ab in die Tupperdose. 

Mit Früchten & Joghurt ein Genuss
Ergibt ca. 40 Eßlöffel! Wohl bekomm‘s!  

Rezept, Text und Fotos: ©Andrea Steffen

 

 

 

Yummy – Down under – Teil 3

Erster Tag direkt nach der Ankunft: Ich fühle mich verfolgt vom Essen in Melbourne. An jeder verdammten Straßenecke duftet es einfach nur himmlisch. Köstliche Schwaden von gebratenem Grillgut wabern mir aus kleinen Take-aways entgegen. Bäckereien verführen mit dem Duft von frisch gebackenen Muffins, Vanilla-Slices und Banana Bread, grundsätzlich natürlich homemade, organic und ganz ganz sicher auch so kalorienschwer, dass ich die South Bank dreizehn Mal rauf und runter laufen muss, um das abzutrainieren, was ich mir mit einem einzigen „Original Devonshire Tea“ aus einer der zahlreichen Brasserien auf die Hüften packe. Finest English Tea, wholewheat scones, locally produced cream and spring strawberry jam. Gleich daneben ein Stand, der frische Früchte zu Saft presst. Es ist warm. Man soll viel trinken, wenn es so warm ist. Hach! Delicious!

Die Laneways – herrliche Schlemmermeile in Melbourne
In den sog. Laneways, ähnlich unseren Altstadtgassen, nur enger und noch voller, wird es noch besser. Winzige Restaurants mit nur einem Tischchen locken mit clever platzierten Speisekarten. Menschen beim Lunchen sind nicht zu übersehen. Sie dippen frische Ciabatta in köstlich aussehende Saucen, spießen glänzende schwarze Oliven mit Gabeln auf und nippen dazu an fruchtigem Weißwein.

 

Jugendliche tragen riesige Pizzaschachteln durch die Straßen und ziehen eine Knoblauchwolke hinter sich her und die Möwen am Yarra River beäugen gierig Menschen in der Mittagspause mit ihren Fish & Chips auf dem Schoß.

 

Lemon Lime Bitter – das zischt!
Alles in allem kann man in Australien hervorragend essen. Die Küche ist so kunterbunt wie die Bevölkerung. Die Aussies sind Gourmants. Die Qualität überzeugt, Frische sowieso und auch die Zubereitung von typisch australischen Gerichten ist oft erstaunlich schmackhaft und auf den Punkt gewürzt. Leider hat gutes Essen in Australien seinen Preis.

 

Das Grundnahrungsmittel Wein beispielsweise kostet durchschnittlich 8 AUD das Glas, ein Latte – ebenfalls Grundnahrungsmittel – mit whole fat oder skimmed milk beläuft sich auf rund 4,50 AUD. Kaffee ist hier mittlerweile zum Kultobjekt geworden. Es gibt den sog. Babyccino sogar für Babies als aufgeschäumte Milch. So zieht man sich seine spätere Klientel heran. Eine Kugel Eis ist für ebenfalls 4,50 AUD zu haben. Genau, eine einzige! Spaghetti mit Garnelen gibt’s für ca. 20 AUD, die mit fangfrischen Venusmuscheln für 27 AUD, ein Kängurufilet ab 32 AUD, wobei die Australier das ja nicht essen. Mir hat’s gemundet.

Victoria Market/Melbourne

 

 

Preiswerter kann man sich auf dem Markt eindecken, Kartoffeln gibt’s für nur 1,50 AUD, ein Kilo Äpfel 2 AUD, weil nämlich im Winter Saison ist, Kirschen für 8 AUD im Sonderangebot direkt vom Straßenrand. Und dabei lernt man: X-Mas time is cherry time. Passt ja auch farblich hervorragend.

 

Eine Flasche Orangensaft kostet zwischen 5 und 8 AUD, eine Flasche Mineralwasser um die 3 AUD, gibt es aber auch für 75 cent, alles in allem ist Essen und Essengehen für den europäischen Geldbeutel ein teures Vergnügen. Sehr willkommen waren da diverse Bed & Breakfast-Arrangements, bei denen man einen Frühstückskorb, den sog. Breakfast-Hamper dezent morgens vor die Tür gestellt bekam und damit gleich für den Mittag mit versorgt war.
Breakfast in Australia
Trotz der vergleichsweise hohen Lebensmittelpreise habe ich jetzt nicht unbedingt gedarbt, denn wo kann man schon fangfrische Austern oder Schnapper essen, mitten im deutschen Winter das Müsli mit Melone und Erdbeeren aufpeppen und in Käsereien und Vineyards direkt beim Hersteller Frisches und Gelagertes und Hochprozentiges und Leckeres und Gehaltvolles verkosten und sich für das nächste Picknick am Strand eindecken.
Apropos Vineyards bzw. Winerys, Weingüter gibt es in Hülle und Fülle, ein bisschen von der Küste entfernt, oft kombiniert mit Unterkünften und Restaurants. Man kann Degustationen buchen oder auch einen Tag im Weinberg. Neben vortrefflichen Rebensäften gibt es erstklassige geistreiche Tröpfchen. Und den Wagen lässt man dann besser stehen… womit wir beim nächsten Thema sind.

 

Fortsetzung folgt

Text und Fotos: ©Andrea Steffen