Das Wunder im Wald

Wundersames im Wald

Keine Ahnung, wie es euch geht, aber ich erlebe im Moment jeden Tag ein Wunder im Wald. Mit anderen Worten: Der Wald ist wunderbar.

Natürlich wollt ihr wissen: Welcher Wald und wieso? Wie komm’ ich dahin? Und was finde ich da?

 

Heyho! Immer schön langsam mit den jungen Pferden!

Der Forstwald.  Manch einer wird denken: “Ach der Forstwald, das ist doch gar kein richtiger Wald und dazu noch so klein.”

Ja, ja, ja. Klein aber oho! Und das täglich, weil ich nämlich gerade täglich dort sein muss. Ja, muss!

Es ist nämlich so, dass ich  letzte Woche beim ergonomisch sicherlich nicht ganz korrekten Bücken und ergonomisch aber einwandfreiem Steicheln eines überaus weichen Katzenrückens von einer ollen Hexe heftigst in den Rücken geschossen wurde.

Der Doc verordnete LL nebst Ibu 800. Also Liegen und Laufen, wobei von Laufen nicht die Rede sein konnte. Eher so ein Schleichen in auf halber Höhe abgeknickter 90°-Pisaturm-Haltung. “Das Wunder im Wald” weiterlesen

Pflaume ist aus

„Pflaume ist aus“, ist das erste was ich höre als ich an die Theke meines Vertrauensbäckers trete. Aha. Pflaume ist also aus. Ich wollte auch gar keine Pflaume, ich wollte Brot. 7-Körner-Vollback-Bio-Dingenskirchen oder so.
Und wieso ist Pflaume überhaupt aus? Ich kenne „Licht ist aus“ oder „Der Ofen ist aus“. Ich kenne sogar “Es ist aus!!!”, was das Schlimmste allen Aus-Seins ist. Aber wie kann eine Pflaume aus sein? War sie jemals an? Wer hat sie ausgemacht oder vorher angemacht? Ich glaube, die meinen „Weil der Ofen aus ist, ist es die Pflaume auch.“ Ergo: Heute wird kein Pflaumenkuchen mehr gebacken. Mit dieser Erkenntnis und dem Superleckerschönbraunundknusprig-Brot mache ich mich von dannen.

Mein Fahrrad liegt vom Wind umgekippt auf dem Pflaster. Toll die Wurst! Ich hebe das Rad auf, schließe es auf, verlade meine Einkäufe und denke „Wieso toll die Wurst?“ Wo kommt dieser Ausdruck her? Kürzlich habe ich ihn irgendwo aufgeschnappt und seitdem geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Was ist toll an einer Wurst? Oder wieso ist gerade diese so toll? Was würde ein Vegetarier dazu sagen? Oder gar ein Schwein? Ich glaube, es heißt sogar bloß „tolle Wurst“. Und wenn ich jetzt immer „Toll DIE Wurst“ sage, sagen andere das jetzt auch?

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Aufzucht und Pflege von Fußbällen

Rechtzeitig zu Beginn der Fußball-WM 2014 ist im Willicher Institut für sportiven Blödsinn der Durchbruch zur Aufzucht von Fußbällen gelungen. Im Folgenden wird die Versuchsreihe erläutert und beschrieben.
Zuchtversuche von klassischen Fußbällen 
Die Ballzucht  nimmt seit alters her einen bedeutsamen Platz im Fußball ein.
Erstaunlich ist bei der nachfolgend beschriebenen Testreihe, dass im komplett fußballunkundigen Willicher Institut für Blödsinn das erste Mal im Freifeldversuch die Aufzucht von Fußbällen aus einer Leder- und Kunststoffkreuzung gelungen ist. 

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Die Diät

 


Ich weiß, ich weiß! Ihr habt alles schon versucht. Alles!

Null-Diät, abends keine Kohlenhydrate, Weight Watchers, Eiweißdiät, Fasten und Entschlacken, Sport und Mord, Fünf zu Zwei, Lebe vegan, Schlank im Schlaf, Shred-Diät, Zuckerlos glücklich, Obsttage, Kohlsuppe, 5 Mahlzeiten am Tag, 3 Mahlzeiten am Tag, 4 Liter eiskaltes Wasser am Tag, Trennkost, BCM, Gymnastik vor dem Aufstehen, nach dem Aufstehen und beim Aufstehen, SlimFast, SlimSlow, Pillekes, Brennesseltee und Sauerkrauteinlauf. 
Zwecklos! Ich sage Euch, alles zwecklos!

 

Denn ich habe sie jetzt entdeckt. Die ultimative, extrem einfache und außerdem höchst kreative Diät mit absoluter Erfolgsgarantie.Die Strickdiät! 

Am ersten Tag räume man seine Schubladen auf und finde Wolle. Die Bewegung wird den Stoffwechsel für die nächsten 12 Stunden befeuern.

 

Den zweiten Tag überlege man unentwegt, was man mit der Wolle tut. Aufgrund der erhöhten Gehirnaktivität ist ein durchaus nennenswerter verstärkter Kalorienverbrauch zu verzeichnen.

 

Am dritten Tag endlich nimmt man Wolle und Nadeln zur Hand und legt los. Derweil lässt man die Finger vor dem Fernseher abends von der Schokolade. 500 kcal gespart! MINDESTENS!

 

 

Das wiederholt man vom vierten bis neunten Tag. Bringt nach Adam Riese eine Kalorienersparnis von 3.000 Kalorien.

 

Am zehnten Tag sucht man den ganzen Tag seine Lesebrille, ohne die das Stricken nicht mehr funktioniert. Das Plus an Bewegung … siehe Tag 1.

 

Am elften bis fünfzehnten Tag wiederholt man die Strategie der Tage 4 bis 9, erhöht den Energieverbrauch durch das Stricken komplizierter Muster um das Siebenvierfünftelachte. 

 

Am sechzehnten Tag vernäht man Fäden, sticht sich 3 x in den Finger, blutet 33 kcal aufs Parkett und hüpft ein wenig herum. 

 

Am siebzehnten Tag schließlich schleppt man sich und das Gestrickte in den Garten, kniet nieder vor Mutter Natur und umschlingt einen Baum mit dem wollenen Gewebe. Dann bleibt man zur Erholung ein wenig im Beet liegen, bevor man das Handy zückt und alle Welt wissen lässt, dass man eine neue Diät erfunden hat.

 

Am achtzehnten Tag steigt man auf die Waage und misst den Erfolg!

Minus 227,5 g!
Wer sagt’s denn!
Text und Fotos: ©Andrea Steffen

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Frau Steffen und das Fliwatüüt (3)

Immer noch Tag 1

Nachdem ich also ausreichend gefahren bin und gesungen hatte, schoss ich Fotos mit dem Handy und versandte sie an alle möglichen Freunde, auf dass sie grün vor Neid werden konnten. Wurden sie nicht. Sie freuten sich einfach mit mir! Was mich wiederum freute. 

Anschließend ließ ich jedem, der Interesse hatte, eine kleine Probefahrt zuteil werden – als Beifahrer versteht sich.
Eine Nachbarin kam vorbei: „Ich habe mal Eure gelbe Tonne mitgebracht, aber eigentlich wollte ich nur Dein neues Auto bestaunen.“ Sie war hin und weg und schickte sofort den Gatten zum Gucken, damit er sich darauf einstimmen könne, welches Auto dann als nächstes angeschafft werden solle.

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