Zum Sterben schön – der Melatenfriedhof

Ich gehe gerne auf Friedhöfe.

Ich habe schon komische Blicke geerntet, wenn ich erzähle, dass ich Besuche auf Friedhöfen regelrecht in meinen Alltag einplane.

Ich bin damit aufgewachsen, auf Friedhöfe zu gehen. Uroma Mickeymouse (ich habe sie wirklich so genannt) lag in Rösrath neben ihrem Mann. Hin und wieder fuhren wir hin. Grabpflege. Ich mit. War eben so. War völlig normal. Später habe ich das selbst fortgeführt beim Grab meiner Großeltern in Lüdenscheid und heute noch bei meinem Vater.

Friedhöfe sind wunderbare Orte. Friedvoll, ruhig, kühl. Oft mit einem sehenswerten alten Baumbestand. Meist trifft man nur wenig Menschen. Und wenn, dann sind sie mit Grabpflege oder sich selbst beschäftigt.

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Getrennt!

Ich habe mich getrennt.

Von meiner Friseurin!

Nicht etwa, weil dieses Mal der Haarschnitt ein wenig an Verve verloren hat. Nein, das kann ich verschmerzen. Haare wachsen wieder.

Ich habe mich getrennt, weil sie eine Corona-Impfung für sich ablehnt. Und ich habe lange überlegt.

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Corona-Tagebuch – 9. Eintrag

Am Aschermittwoch ist alles vorbei… schunkel, schunkel… Schön wär’s! Zu schön!

Ein Jahr Corona. MannMannMann. Ich erinnere mich noch genau. Am 16.03. 2020 kam der Lockdown, ab 14.03.2020 saßen wir hier zu zweit auf der Couch und guckten in die Röhre. Und heute? Gucken wir wieder.

So ein Mist! Ach, streicht das Letzte. Wir wollen doch alle positiv denken, oder?

Das geht mir sowas von auf den Sack: Positiv denken. Bei mir ist das Glas eh immer halbvoll. Also kommt mir nicht damit. Aber das ist ja nicht das Einzige, was mir mächtig auf die Nerven geht.

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Corona-Tagebuch – 8. Eintrag

Meiner Karriere als Miss Curvy steht definitiv nichts mehr im Wege.

Nicht, was ihr jetzt wieder denkt. Da könnte ich ja schon lange mithalten. Allerdings habe ich Laufstegangst. Was vermutlich daher kommt, dass ich einmal runtergefallen bin – als Teenager vor einem wie mir damals schien schier riesengroßen Publikum. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich rede also nicht von den Idealmaßen mit Größe 46, sondern von einer Eigenschaft, die ich seit Beginn von Corona stetig weiter ausbaue: Das Curven. Also das Umkurven von Hindernissen. Hindernissen in Menschengestalt, um die Abstandsregel von mindestens 1,50 m einzuhalten.

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Corona-Tagebuch – 6. Eintrag

Erste schlaflose Nacht sei Corona. Und wer hat das angetriggert? Der Herr Steinmeier. Habt Ihr gestern auch die Osteransprache unseres Bundespräsidenten zu Ostern gehört?

Aufbruch, Hoffnung, Neuanfang.

In meinem letzten Blogeintrag schrieb ich noch, dass ich versuchen wolle jedem Einzelnen seine Bedürfnisse und den Umgang mit der Corona-Krise zuzugestehen. Es fällt mir immer noch schwer. Damit meine ich ganz bestimmt nicht mein persönliches Umfeld. Meine Kollegen? Top! Meine Freunde? Topper! Meine Familie? Toppest!

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