Mit vollem Munde…

Nervennahrung

… spricht man nicht.

Heute im Meeting. Es geht hoch her. Ich saufe Kaffee wie ‘ne Bergziege Wasser und futtere Kekse wie Miss Beukelaer persönlich, um ja den Mund zu halten.

Mit vollem Munde spricht man bekanntlich … nichts aus.

Mein Kollege guckt und fragt: “Sag’ mal, seit wann machst Du noch mal Diät?”

Ich: “Seit morgen.”

© Text und Foto: Andrea Steffen

Geistesblitze…

… ereignen sich immer dann, wenn man sie gar nicht erwartet oder man sehr entspannt ist und dadurch zu faul, sie in irgendeiner Weise festzuhalten.

Beispiel? Unter der Dusche. Bis ich fertig entschäumt und abgetrocknet bin, hat sich der Gedanke oft wieder verflüchtigt.

Abends kurz vor dem Einschlafen: Jetzt wieder aufstehen, Stift und Blatt zücken? Och nö! Und am nächsten Morgen hat sich die Wahnsinnsidee, die alle Zeit für Frieden auf Erden sorgen würde oder den CO2-Ausstoß eines Kohlekraftwerks auf null reduziert, leider in Luft aufgelöst.

Nicht so letzten Samstag beim Abschmücken der Weihnachtsdeko. Da ereilte mich die äußerst praktische Idee, die ich der Welt keinesfalls vorenthalten will. “Geistesblitze…” weiterlesen

Atemlos

Atemlos, die Hände zum Himmel und mit einem Pferd auf dem Flur, wache ich morgens auf. Das ist heftig. 
Wie bitte kommt das jetzt in meinen Kopf? Oh Mann! Ich tanze aus der Dusche. Die Zahnbürste surrt. Als ich schließlich das Make-up im Spiegel kontrolliere, denke ich „Tätä, Tätä, Tätä, Tusch!“

“Atemlos” weiterlesen

Fünf Mark für keinen Haarschnitt

Mein Oppa, Teppich knüpfend auf dem Balkon

Am folgenden Samstag machte ich mich also ausnahmsweise schon eine halbe Stunde früher auf den Weg zu meiner Omma zum Haaremachen. Das lief ab wie gehabt. Für den Haarschnitt von Oppa Karl hatte ich eine halbe Stunde eingeplant. Also eher für seinen Haarkranz.Einmal Pläte polieren. Das sollte doch wohl nicht so schwer sein, zumal Oppa weitaus unkomplizierter mit seiner verbleibenden Haarpracht umging als meine Omma. Männer sind da irgendwie lockerer.

 

Ältere. Oder?

Wie auch immer, Oppa brauchte weder den Spiegel als Kontrolle, noch wollte er sich vorher die Haare waschen. „Ach watt. Trockenschnitt wie immer.“ Also rückte sich Oppa den Küchenstuhl mitten in der Küche zurecht und nahm Platz. Ich drapierte Ommas grünen Frisierumhang um ihn herum. “Fünf Mark für keinen Haarschnitt” weiterlesen