Corona-Tagebuch – 9. Eintrag

Am Aschermittwoch ist alles vorbei… schunkel, schunkel… Schön wär’s! Zu schön!

Ein Jahr Corona. MannMannMann. Ich erinnere mich noch genau. Am 16.03. 2020 kam der Lockdown, ab 14.03.2020 saßen wir hier zu zweit auf der Couch und guckten in die Röhre. Und heute? Gucken wir wieder.

So ein Mist! Ach, streicht das Letzte. Wir wollen doch alle positiv denken, oder?

Das geht mir sowas von auf den Sack: Positiv denken. Bei mir ist das Glas eh immer halbvoll. Also kommt mir nicht damit. Aber das ist ja nicht das Einzige, was mir mächtig auf die Nerven geht.

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Morgens Fango, abends Tango

Bitte warten!

„Die ist in Kur“ hieß das früher. Meine Omma war regelmäßig in Kur. In Bad Pyrmont. Es gibt ein paar sepiastichige Schwarzweißfotos, auf denen ich gemeinsam mit meiner Omma, dem Oppa und meiner Mutter vor dem Springbrunnen in Bad Pyrmont zu sehen bin. Ich hatte ein selbstgenähtes Kleidchen und ganz bestimmt Spitzenhöschen an, in die man kleine Mädchen Mitte der 60iger steckte. Süß. Doch, doch, ich war mal süß.

Ich erinnere mich daran, dass meine Omma regelmäßig in Kur fuhr, übrigens immer nach Bad Pyrmont und wir sie dort auch immer besuchten. Jeder bekam einen Becher und durfte sich in der Wandelhalle am Heilwasserbrunnen laben. Igitt. Schmeckte wie eingeschlafene Füße und ich verlangte nach Gerri Zitrone oder zumindest Tri Top und bekam dann wenigstens ein Sunkist.

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Corona-Tagebuch – 8. Eintrag

Meiner Karriere als Miss Curvy steht definitiv nichts mehr im Wege.

Nicht, was ihr jetzt wieder denkt. Da könnte ich ja schon lange mithalten. Allerdings habe ich Laufstegangst. Was vermutlich daher kommt, dass ich einmal runtergefallen bin – als Teenager vor einem wie mir damals schien schier riesengroßen Publikum. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich rede also nicht von den Idealmaßen mit Größe 46, sondern von einer Eigenschaft, die ich seit Beginn von Corona stetig weiter ausbaue: Das Curven. Also das Umkurven von Hindernissen. Hindernissen in Menschengestalt, um die Abstandsregel von mindestens 1,50 m einzuhalten.

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Corona-Tagebuch – 7. Eintrag

Rödel. Rödel. Rödel.

Es wird deutschlandweit gerödelt. Als hätte die Kanzlerin gemeinsam mit der Bitte um Distanz dazu aufgerufen überall klar Schiff zu machen.

Es wird gesaugt, gefegt, gefeudelt, gewaschen, gewurschtelt, gespült, geputzt, gestutzt, gewienert, gewischt, gewrungen, geschrubbt, gebohnert, gebügelt, gestrichen, gesägt, gelüftet, gekärchert, gejätet, gesäht, gemäht, gemulcht, geschnitten, geschnitzt, geschreddert, gegossen, gekratzt.

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Corona-Tagebuch – 6. Eintrag

Erste schlaflose Nacht sei Corona. Und wer hat das angetriggert? Der Herr Steinmeier. Habt Ihr gestern auch die Osteransprache unseres Bundespräsidenten zu Ostern gehört?

Aufbruch, Hoffnung, Neuanfang.

In meinem letzten Blogeintrag schrieb ich noch, dass ich versuchen wolle jedem Einzelnen seine Bedürfnisse und den Umgang mit der Corona-Krise zuzugestehen. Es fällt mir immer noch schwer. Damit meine ich ganz bestimmt nicht mein persönliches Umfeld. Meine Kollegen? Top! Meine Freunde? Topper! Meine Familie? Toppest!

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